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Rund
Bornholm 2004:
1. Platz IMS 2
24. von 76 Schiffen nach YS
als 23. von 76 Yachten wieder im Hafen
+++ die ganze story:
Gemeldet
wurde die komplette Warnemünder Woche 2004. Auch wenn
ein kleines Fragezeichen bezüglich des erwarteten Nachwuchses
bestand. Die Regattaleitung half ganz unbürokratisch
dabei. Vielen Dank noch einmal dafür.
Wie
das Leben so spielt, kam ein unerwartetes Ereignes im Verlauf
der Diplomarbeit von Steffen dazwischen. Anreise also erst
Samstag - damit viel die Pokalregatta ins Wasser. Crew wurde
teilweise dankbar auf andere Schiffe verteilt, bei denen
verletzungsbedingt Ausfälle entstanden. Vorbereitung
für RB waren demnach ausgiebig. In der Nacht von Sonntag
zu Montag wesentlich ausführlicher als geplant. Auf
der Universitas zog sich eine UWV (unmittelbare Wettfahrtvorbereitung)
bis in den Morgen des Starttages hin- was ein nicht näher
benanntes Crewmitglied am Montag und eine weitere Person
am Dienstag aus dem Gefecht warf. Nach Krankheit und diversen
Zu- und Absagen fahren wir also mit einer Crew von 7 Personen
an den Start. Jugendcrew gemäß Ausschreibung
haben wir ganz eng verfehlt. Sind aber eine der jüngsten
Seekreuzer Crew´s der Warnemünder Woche.
Steffen,
Daniel B, Jan, Ulf, Christian, Marc, Peter - go to Rund
Bornholm.
Start
IMS 2 mit einer neuen Dehler JV 36 und einer J-109. Start
gewinnen wir ganz klar. der leichte Wind lässt uns
dann aber etwas abparken, was eines der Schiffe dazu veranlasst,
uns ein Treffen in Bornholm in Aussicht zu stellen, wenn
wir uns ein wenig beeilen. Sportlich wie wir sind halten
sich alle mit Kommentaren zurück und segeln lieber.
Der Spinnaker geht hoch. Das befreundete Gennaker Schiff
wandert immer weiter achter aus. Wind nimmt zu und wir ziehen
wie auf der Schiene auf die Nordspitze Bornholms zu. Wechseln
nachts den Spi auf stärkeres Tuch. Die J-109 meldet
sich über UKW Funk ab. Aufgabe wegen technischer Probleme.
Wird wohl nix mit einem Treffen Höhe Bornholm. Unser
Topspeed nachts: 13,87 kn. Wir rücken der Startergruppe
vor uns bedrohlich nah auf und holen erste Schiffe deutlich
vor Bornholm. Auch wenn wir die Höhe Hammer Odde nicht
halten können, geht der Spi für 2 Stunden runter,
dann spitz wieder hoch und bleibt bis Svaneke (2/3 der Bornholm
Rundung) stehen. Die Dehler jv 36 ist vor uns und muss geholt
werden. Spektakulärer Kampf. Dehler refft, wir unter
Spi ran an das Boot. Dann aber runter mit dem Tuch - 2.
Reff rein und los bolzen nach Rügen. Die Welle wird
merklich höher und unangenehmer. Warum kommt der ost-Winddreher
nicht jetzt? Die Nacht wird gegenan gehämmert. Der
Leuchtturm vom Dornbusch zeigt uns den Weg. Morgendämmerung
"kurz" vor Moen auf der dänischen Seite.
Dann in einem Schlag und einem Zieher bei abnehmendem Wind
am Darßer Ort vorbei und gen Heimat. Etwa 15 sm vor
dem Ziel identifizieren wir achteraus ein Schiff als unseren
direkten IMS Gegener. Konzentration und immer wieder die
Überlegung: Spi hoch oder nicht. 70 Grad Windeinfall
sind zu wenig. Die Dehler zieht Höhe - wir befürchten
einen riesen Gennaker. Der bleibt uns zum Glück erspart,
dafür rückt sie uns bedrohlich nah auf die Pelle.
OK: Spi hoch. Der Gegner fädelt noch die Schoten ein.
Das ist unsere Chance. Dennoch sind sie an der Mole von
Warnemünde an uns dran. Ungleicher Kampf um jeden Meter
mit einem Gegner - nagelneue Konstruktion mit riesigem Spinnaker.
Natürlich muss eine recht bekannte SCANDLINES Fähre
älteren Baujahrs genau jetzt mit Speed auslaufen und
uns den Weg zur Ziellinie versperren. Viel Platz ist jetzt
weder zur Dehler, noch zu dem Stahlkollos Dronning M.. Mal
ist die Dehler vorne, mal sind wir es. Im entscheidenden
letzten Stück schiebt sich der viel größere
Spi der Dehler wenige Meter vor und so laufen wir nach 1Tag|23
Stunden:05 Minuten:09 sec durch die Ziellinie. Schon toll,
wie sich nach etwa 300 sm zwei nach IMS gleiche Schiffe
nur um 11 sec Unterschied an der Ziellinie wieder treffen.
Die
ruppige Rückfahrt hat etwas am Boot gekratzt - so müssen
wir bei starkem Wind leider die Bäderwettfahrt absagen.
Reparatur erfolgt noch und dann geht es weiter in diesem
Theater. Erstaunlicher Weise haben wir doch sehr viel auch
heil gelassen an dem Boot. Das eine oder andere Mal lief
es ja schon aus dem Ruder. Kein Segel defekt, keine Fallen
oder Schoten gerissen. Dafür wenig Nahrung verbraucht
:) Das wurde aber in einem bekannten mexikan. Restaurant
Warnemündes in Verbindung mit einer Cocktail happy
hour wieder aufgeholt.
Tolle
Crew, spitzen Wind, prima Wetter, gutes Ergebnis. Was will
man mehr?
Und
das Beste: "Herr Lehmann" hat sich an unsere Abmachung
gehalten...
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